Von Greenfield zu Benchmark: Wie UPM eine zukunftssichere Werkslogistik entwickelt hat

Mit dem Neubau der hochmodernen Bioraffinerie in Leuna stand UPM vor einer echten Mammutaufgabe: Noch bevor die erste Tonne produziert wird, mussten die logistischen Prozesse für Inbound, Outbound und Yard sitzen – und Maßstäbe setzen.

UPM Bioraffinerie in Leuna

Eine Bioraffinerie, die es so weltweit noch nicht gibt – und eine Werkslogistik, die diesem Anspruch gerecht werden muss. Mit dem Neubau der hochmodernen Bioraffinerie in Leuna stand UPM vor einer echten Mammutaufgabe: Noch bevor die erste Tonne produziert wird, mussten die logistischen Prozesse für Inbound, Outbound und Yard sitzen. Und zwar nicht irgendwie, sondern nachhaltig, effizient, sicher und komplett digital.

Als weltweit führendes Unternehmen der biobasierten Forstwirtschaft verarbeitet UPM seit über 100 Jahren erneuerbare Holzbiomasse. In Leuna entsteht nun eine Anlage, die biobasierte Chemikalien wie BioMEG, BioMPG, erneuerbare Funktionsfüllstoffe (RFF) und Industriezucker in einem für die Branche neuen Maßstab produziert.

Ausgangssituation

Für UPM war früh klar, dass eine klassische Nachrüst-IT nicht ausreichen würde. Die Logistiklösung sollte integrativ, cloud-nativ und zukunftssicher sein, bestehende Systeme wie SAP TM einbinden, Straße und Schiene abbilden und vollständig kontaktlose Prozesse ermöglichen.

Kurz gesagt: Gesucht war keine Insellösung, sondern ein ganzheitliches Logistik-IT-Konzept, das von Anfang an mitgedacht wird – und mitwächst. Mit klaren Zielgrößen wie minimalen Durchlaufzeiten, maximaler Transparenz über alle Yard-Vorgänge, hoher Prozesssicherheit im Gefahrgutumfeld und der Fähigkeit, steigende Transportvolumina ohne zusätzliche manuelle Aufwände zu bewältigen. Doch ein hoher Innovationsfaktor lässt sich nur mit innovativen Partnern erreichen.

Strategische Partnerschaft von Anfang bis EndeLösung

UPM entschied sich bewusst dafür, Logistik von Anfang an als strategischen Bestandteil des Anlagenbaus zu verstehen. Die Auswahl der IT-Partner und die gemeinsame Prozessdefinition erfolgten bereits Jahre vor Produktionsstart – unter Einbindung interner Fachbereiche und ausgewählter Speditionen. Mit myleo / dsc setzte UPM dabei auf einen Partner, der operative Chemielogistik versteht und aktiv mitgestaltet.

Aus einem zunächst groben Logistikkonzept entstand so eine integrierte, cloudbasierte IT-Lösung auf Basis von SAP TM in Kombination mit dem Dock- & Yard-Management von myleo / dsc. Der Fokus lag klar auf Automatisierung, Sicherheit und Skalierbarkeit – ausgelegt auf die besonderen Anforderungen der Chemie- und Liquid-Logistik.

Gemeinsame Maßnahmen am StandortDie Lösung auf einen Blick

  • Integriertes Dock- & Yard-Management zur Steuerung aller Inbound-, Outbound- und Yard-Prozesse
  • Nahtlose Anbindung an SAP TM für durchgängige Transport- und Abfertigungsprozesse
  • Automatisiertes Zeitfenster- und Slot Management zur Reduzierung von Stand- und Wartezeiten
  • Kontaktloser, mehrsprachiger Self-Check-in über DIY-Terminals (bis zu 15 Sprachen)
  • Fahrerbezogenes Sicherheitsmanagement für Gefahrgutprozesse inkl. Fastlane-Zugängen
  • Mobile Web-Applikation für LKW-Fahrer:innen zur durchgängigen Kommunikation auf dem Werksgelände
  • Skalierbare Cloud-Architektur, erweitert von Straße auf Schiene

Was wir erreicht haben Ergebnisse

Geringe LKW-Stand- und Durchlaufzeiten durch automatisierten Self-Check-in, Zeitfenstermanagement und Fastlane-Zugänge

Hohe Prozess- und Planungssicherheit im Gefahrgutumfeld dank fahrerbezogenem Sicherheitsmanagement

Echtzeit-Transparenz über Yard, Inbound und Outbound als zentrale Steuerungs-KPI für Disposition und Werkslogistik

Deutlich geringerer manueller Koordinationsaufwand für Mitarbeitende durch automatisierte Dokumenten- und Slot-Prozesse

Skalierbare Logistikprozesse, ausgelegt auf steigende Volumina sowie die Erweiterung von Straße auf Schiene

Von der Blaupause zum Wettbewerbsvorteil Gemeinsam Standards für die Chemielogistik setzen

Der kontaktlose Yard-Prozess erleichtert nicht nur den Mitarbeitenden den Arbeitsalltag, sondern insbesondere auch den Spediteuren und LKW-Fahrer:innen. Es zeigt sich: Wer mit seinen Partnern eng kooperiert, kann seine Logistik zum Wettbewerbsfaktor von morgen machen.

UPM positioniert sich damit als Vorbild für die globale Chemiebranche: Eine hochinnovative Produktionsanlage wird konsequent durch ebenso innovative Logistikprozesse ergänzt. Messbare Effekte wie höhere Planbarkeit, verbesserte Ressourcenauslastung, erhöhte Sicherheit im Gefahrgutumschlag und eine bessere Skalierbarkeit der Abläufe machen deutlich, welchen Beitrag moderne Yard- und Transportlogistik zur Gesamtperformance einer Chemieanlage leisten kann. Weitere Ausbaustufen wie eine ganzheitliche Inbound-Planung und ein dynamisches Zeitfenstermanagement sind bereits vorgesehen.

Mit dem Standort Leuna setzt UPM eine Benchmark für moderne, nachhaltige Chemielogistik – und zeigt gemeinsam mit myleo / dsc, wie sich komplexe logistische Anforderungen frühzeitig, partnerschaftlich und zukunftssicher lösen lassen.

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